Die Pflegeberatung über einen freien Pflegeberater hat das Ziel, die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen über die verschiedenen Möglichkeiten der Pflege zu informieren und zu beraten. Ein freier Pflegeberater ist unabhängig von den Leistungsträgern und kann daher individuell auf die Bedürfnisse und Wünsche der Ratsuchenden eingehen. Die Pflegeberatung umfasst unter anderem die Erklärung der Pflegegrade, die Auswahl der passenden Pflegeform, die Beantragung von Leistungen und die Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten.

Weiter Möglichkeiten sich beraten zu lassen sind die eigene Krankenkasse oder ein Pflegestützpunkt.

Die Pflegeberatung über die Krankenkasse oder einen Pflegestützpunkt ist ein Angebot für alle Versicherten, die Fragen zur Pflege haben oder pflegebedürftig sind. Die Pflegeberatung kann telefonisch, online oder persönlich erfolgen. Um eine Pflegeberatung zu erhalten, muss man sich an seine Krankenkasse wenden und einen Termin vereinbaren. Die Pflegeberatung ist kostenlos und unverbindlich.

Pflegehilfsmittel sind Produkte, welche die Pflege von Senioren erleichtern oder deren Lebensqualität verbessern. Sie können von der Kranken- oder Pflegekasse bezahlt werden, wenn sie medizinisch notwendig sind und vom Arzt verordnet und ein Pflegegrad vorliegt. Es gibt verschiedene Arten von Pflegehilfsmitteln, zum Beispiel:

  • Hilfsmittel zur Körperpflege, wie Badewannenlifter, Duschhocker oder Toilettenstuhl
  • Hilfsmittel zur Mobilität, wie Rollator, Rollstuhl oder Gehstock
  • Hilfsmittel zur Ernährung, wie Essbesteck, Trinkbecher oder Spezialnahrung
  • Hilfsmittel zur Kommunikation, wie Telefon, Notrufsystem oder Hörgerät
  • Hilfsmittel zur häuslichen Pflege, wie Pflegebett, Lagerungskissen oder Inkontinenzmaterial

Um Pflegehilfsmittel zu erhalten, muss man einen Antrag bei der zuständigen Kasse stellen und eine ärztliche Verordnung vorlegen. Die Kasse prüft dann, ob die Voraussetzungen erfüllt sind und ob die Kosten übernommen werden. Die Pflegehilfsmittel können dann entweder geliehen oder gekauft werden, je nach Art und Dauer des Bedarfs.

Ein Hausnotruf ist ein System, das es pflegebedürftigen oder hilfsbedürftigen Menschen ermöglicht, im Notfall schnell und einfach Hilfe zu rufen. Dazu wird in den meisten Fällen ein Funksender am Körper getragen, der mit einer Basisstation verbunden ist. Wenn der Funksender gedrückt wird, wird eine Verbindung zu einer Notrufzentrale hergestellt, die je nach Situation einen Rettungsdienst, einen Angehörigen oder einen Nachbarn alarmieren kann.

Die Kosten für einen Hausnotruf werden in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, es sei denn, es liegt eine ärztliche Verordnung vor. In diesem Fall kann ein Zuschuss von bis zu 23,- Euro pro Monat beantragt werden.

Die privaten Krankenkassen haben unterschiedliche Regelungen zur Kostenübernahme, daher sollte man sich vorab informieren.

Essen auf Rädern ist ein Service, der Mahlzeiten an Menschen liefert, die nicht selbst kochen wollen oder können, zum Beispiel wegen einer Krankheit oder keine Angehörigen, bzw. anderweitige Unterstützung zum Kochen haben.
Speziell bei pflegebedürftigen Personen bietet Essen auf Rädern die Möglichkeit, täglich eine warme Mahlzeit zu erhalten.

Essen auf Rädern hat viele Vorteile, wie zum Beispiel:

  • Eine bessere Ernährung, die zu einer besseren Gesundheit und einem höheren Wohlbefinden beiträgt
  • Eine Entlastung von der Haushaltsführung
  • Eine soziale Kontaktperson, die regelmäßig vorbeikommt
  • Eine höhere Selbstständigkeit und Lebensqualität, die das Gefühl von Isolation und Einsamkeit verringert

Die Kosten für Essen auf Rädern werden in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen, es sei denn, es liegt eine ärztliche Verordnung vor. In diesem Fall kann die Krankenkasse einen Zuschuss zu den Kosten gewähren. Ansonsten muss man die Kosten selbst tragen oder sich an das Sozialamt wenden, um eine finanzielle Hilfe zu beantragen.